Benedikt Wyss interviewt von Thies Warnke

In diesem Workshop kuratieren wir die zum Open House 2019 angemeldeten Projekte. Doch was beinhaltet eigentlich das Metier zeitgenössischer Kurator*innen? «Unter Kaiser Augustus waren es mit Machtfülle ausgestattete Aufsichtsbeamte, denen das Regiment über Wege und Landstrassen übertragen war und die sich darum kümmerten, dass der Tiber nicht verdreckte.» (NZZ 18.11.2014)

Im Gegensatz zu antiken amtlichen Traditionen, versteht Benedikt Wyss seine kuratorische Tätigkeiten als gemeinsames Aushandeln und Erzählen von verschiedener Positionen, Traditionen, und/oder Herkünften mit einem Gegenüber – sein er/sie Künstler_, Wissenschafler_ oder eben Studierende_r am HyperWerk basieren. Zur Disposition stehen wir alle: unser Institut, unsere Projekte, unsere Ideen und Intuitionen, die wir, die Mitmachenden des Workshops, verhandeln und erzählbar machen möchten. Zur Disposition steht aber auch immer er selbst – eben doch meist eher Kollaborator als Kurator.

Die Fragen die sich im Vorfeld stellen sind: Wie teilen wir anfallende Arbeiten zum Aufbau und Gelingen der Ausstellung auf? Wer kümmert sich um Raum, Zeit und Ausstellunsbeiträge? Wer vermittelt Projekt- und Institutsinhalte an wen denn genau? Ziel ist es zum Open House eine für die Besucher zugängliche Ausstellung zu bieten – nach dem Motto: Verbinde die Punkte und erfahre, was wir wie am HyperWerk tun.

Die im Workshop erarbeiteten Texte, Visuals, Ausstellungsbeiträge etc., sollen die Projekte in ihrer Erzählbarkeit vorantreiben und dazu reichlich Material generieren, welches auch übers Open House hinweg von Nutzen sein darf.