#kolumne

Warum die Hühner wichtig waren

Ende März hatten Hotel Regina die Burg Mittlere Wartenberg gestürmt, eingenommen und zu ihrem Herrschaftssitz erklärt. Im Morgengrauen hatten sich, nach langer mühseliger Plackerei den Berg hinauf, sieben mutige Leute angeschlichen, gespäht, erkannt, dass jetzt gerade der günstigste Moment wäre, attackiert und mit Erfolg die Burg eingenommen. Das grosse Tor, das eigens zu diesem Zweck mitgebracht wurde – man braucht schliesslich ein eigenes Schloss –, passte, der Riegel wurde vorgeschoben – zu!
Dem Felix aus Muttenz bot sich ein erstaunliches Bild, als er, nach langwieriger Einlasszeremonie, endlich den kalten Burghof betrat. Zwischen hohen Mauern war da ein grosses grünes Zelt errichtet, drinnen schnarchte es.
Hühner gackerten und scharrten im Kies.
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Kolumne: HyperThings

#2 Der Schutzsichthelm

Futuristisch mutet er an. Aber auch animalisch, einem Dinosaurierkopf nicht unähnlich. Irgendwie nicht von unserer Welt; ein Helm, wie er nur von einem Designer entwickelt werden kann, der sich gänzlich von der form-follows-function-Ideologie verabschiedet hat. > Weiterlesen

Der Dialog

Nathan:    Ich bin schuld daran.
Brutus:      Sehr richtig.
Nathan:    Wartet. Ich bin schuld daran, dass die Menschen, das Volk, immer weiter verblöden.
Brutus:      Daran insbesondere. > Weiterlesen

Wenn Worte wuchern, werden Wünsche Wunder.

Am Anfang stand dieser Satz. Er wusste weder, woher er kam, noch wohin es ihn verschlagen sollte. Ein Wunder sollte es nur schon mal sein, wenn er bis in die Endfassung, also bis zu meinem ihm vorgegebenen Ziel durchhielte. Vielleicht würde sein Bestehen auch nur bis zum ersten Durchlesen dauern. Ich meine, wer will schon ein solches Unding von einem Satz. Macht einem ja sämtliche labiodentalen Frikative – so heissen, wenn man Spezialist ist, die Laute, die man mit den Lippen und den Zähnen produziert – zu einem reinen Wasserrauscherlebnis. Ein Gewucher der schlimmsten Sorte – Ich mag ihn. > Weiterlesen